Bessere Planung, mehr Transparenz

Alles für alle auf einen Blick:
Building Information Modeling (BIM)

Erfolgreiche Bauprojekte verlangen belastbare, umfangreiche Planung. Der DB Konzern betreibt durchschnittlich mehr als 800 Bauvorhaben pro Jahr – ein enormer Planungsaufwand. Und eine große Chance für Synergien durch „virtuelles Bauen“ als Planungsgrundlage für alle Beteiligten. Die Lösung heißt: Building Information Modeling (BIM).

Was bedeutet BIM?

BIM bezeichnet die durchgängige Digitalisierung aller planungs- und realisierungsrelevanten Bauwerksinformationen. Dargestellt werden die Daten als virtuelles Bauwerksmodell – inklusive aller Mengen, Bedarfslisten und Entwicklungsschritte im Zeitverlauf. BIM schafft damit eine einheitliche Datenbasis, auf die alle zugreifen können, die am Bau beteiligt sind – von der Planung über die Beschaffung bis zur Ausführung und darüber hinaus in der Phase des Betriebs der Anlagen.

BIM wird auch als „5D-Modellierung“ bezeichnet: Zur anschaulichen Darstellung als 3D-Modell kommen noch die Dimensionen „Zeit“ und „Kosten“ hinzu.

Wichtige Vorteile

Zu den direkten Vorteilen gehören vor allem Transparenz und Vernetzung: Zeitpläne, Kosten und Risiken können einfacher, früher und präziser ermittelt und lückenlos kontrolliert werden.

Kostenwahrheit, Kostentransparenz, Effizienz und Termintreue steigen – zum Vorteil aller Beteiligten.

BIM gehört die Zukunft

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat Ende 2015 einen Stufenplan für die Einführung von BIM vorgelegt. Vor allem – und damit relevant für den DB Konzern – im Hinblick auf Infrastrukturbau und infrastrukturbezogenen Hochbau.

DB Konzern und BIM

Der DB Konzern ist bei der Umsetzung von BIM ganz vorne mit dabei: Es gilt die Selbstverpflichtung der konzernweiten Einführung von BIM bis 2020. Damit einher geht ein umfassender Qualifizierungsbedarf – DB Training hat damit bereits begonnen.

Deutsche Bahn und BIM

Digitales Bauen

Dauer: 3:00 Min.

Änderungen leicht gemacht

Bauen: erst virtuell, dann real

Bei einer herkömmlichen Bauplanung entsteht der Entwurf als Zeichnung im CAD-System. Die Pläne werden anschließend dann u. a. den Behörden vorgelegt.

Herkömmliche Planung ist aufwendig
Zur Kostenkalkulation wird auf Grundlage dieser Pläne eine Mengenermittlung erstellt. Bei Änderungen im Plan – eher die Regel als die Ausnahme – muss die Mengenermittlung angeglichen werden. Alle Betroffenen erhalten aktualisierte Pläne und Mengen und müssen diese intern abgleichen und in die eigenen Unterlagen übernehmen. Das alles verursacht einen großen Koordinierungs- und Arbeitsaufwand. BIM reduziert diesen Aufwand erheblich.

BIM: strukturierte Prozesse, klare Antworten
Mit BIM nimmt der Fachplaner Änderungen am Projektmodell vor. Diese Änderungen sind für alle Beteiligten sowohl als Zeichnung als auch als Daten direkt verfügbar. Mengen als Grundlage zur Kostenkalkulation werden automatisch angeglichen: In der Verknüpfung sieht man die unmittelbare Auswirkung auf die Kosten.

Änderungen automatisch berücksichtigen
Auch die Beschaffung profitiert davon: Aus dem angepassten Mengenbedarf wird direkt klar, welche Auswirkungen das auf die Baumaterialien hat. Ist mehr oder weniger Stahl oder Schotter erforderlich? Verändert sich die Qualität? Verschiebt sich der Zeitpunkt der Anlieferung? BIM gibt klare Antworten auf diese und alle weiteren Fragen.

Mit BIM stehen sämtliche Planungsdaten allen Beteiligten zur Verfügung – intern wie extern. Das bedeutet: Die Datenqualität bleibt in jeder Phase des Projekts erhalten. Alle haben jederzeit Zugriff auf ein- und dieselbe Datenquelle. Das setzt Synergien frei.

Vorteile für den Projektverlauf

Zeitersparnis durch präzise Planung

BIM mit seiner leistungsstarken 5D-Modellierung (also Visualisierung inklusive Mengen und Kosten im Zeitverlauf) bedeutet eine Revolution in der Planung. Um die Kraft dieser Entwicklung auf die Schiene zu bringen, muss die Vorplanung noch gründlicher werden. Das kann die Planungsphase verlängern. Insgesamt führt BIM allerdings zu erheblichen Einsparungen an Zeit – und hat im Hochbau in vielen Projekten Kosteneinsparungen bis zu 30 % ermöglicht.

Probleme lösen, bevor sie auftreten

Denn jetzt werden schon am Computer Planungsdifferenzen deutlich, durch die sogenannte „Clash Detection“. Anstatt das Problem erst auf der Baustelle zu bemerken und dann kostspielig und unter Zeitdruck beheben zu müssen, kann bereits der Plan so angepasst werden, dass es erst gar nicht zu realen Problemen kommt. Umso glatter läuft das Bauen vor Ort.

Schnellere Genehmigungen möglich

Auch bei Planfeststellung und Genehmigungen bietet BIM zahlreiche Vorteile. Derzeit kann es Jahre dauern, bis größere Bauprojekte alle Hürden genommen haben. Mit BIM lassen sich nicht nur das fertige Objekt, sondern auch alle unterschiedlichen Bauphasen im Modell anschaulich darstellen. Alle Beteiligten haben klar vor Augen, wie der Bau aussehen wird und welche Fortschritte es wann gibt.

Selbst Denkmalschützer, besorgte Anwohner und spezielle Interessengruppen lassen sich mit BIM schneller und wirksamer informieren und überzeugen.

Die Qualifizierung für BIM läuft bereits

Die Leistungen von DB Training

Die Qualifizierung für BIM hat bereits begonnen. Wenn man BIM als „5D-Modellierung“ auffasst, dann werden die beiden Dimensionen „Zeit“ und „Kosten“ über das Projektsteuerungssystem iTWO abgebildet. DB Training hat bereits alle rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit dem neuen iTWO qualifiziert.

Umfassender Qualifizierungsbedarf
Auch für den gesamten Funktionsumfang von BIM hat bereits die erste Qualifizierungsaktion stattgefunden: 69 Projektleiter von DB Station & Service haben die BIM-Qualifikation bereits durchlaufen. Die Qualifizierungen werden 2017 fortgesetzt, zunächst mit weiteren 300 Projektleitern. Der Bedarf ist hoch: Schon in 2017 werden neun große Pilotprojekte bei DB Netz mit BIM durchgeführt und über 100 kleinere Projekte bei DB Station & Service. Bis 2020 sollen dann alle rund 6.000 Betroffenen die BIM-Qualifizierung erfolgreich durchlaufen haben.

Erhebung bei den Geschäftsfeldern
Aktuell (November 2016) läuft die Bedarfserhebung bei den Geschäftsfeldern. Ziel ist, den Qualifizierungsbedarf geschäftsfeldübergreifend zu organisieren, um die Trainings so effizient und kostensparend wie möglich durchzuführen. Zusätzlich wird DB Training spezielle Qualifizierungsmaßnahmen für einzelne Zielgruppen im DB Konzern erarbeiten.

Chance für externe Partner
Aber nicht nur dort: BIM kann sein volles Potenzial erst dann entfalten, wenn externe Partner – Planer, Lieferanten, Bauunternehmen – ebenfalls mit BIM arbeiten. Deshalb wird DB Training auf Wunsch auch diese externen Partner qualifizieren. Schon jetzt ist klar: Für alle, die mit dem DB Konzern Bauprojekte ausführen, wird das ein absolutes Schlüsselkriterium sein.

Gerne können die Bau-Partner des DB Konzerns ihren Qualifizierungsbedarf mit DB Training besprechen – damit auf individuelle Gegebenheiten eingegangen werden kann.

Modernes Lernen für modernes Bauen

Heute schon „Blended Learning“

DB Training hat die erste Welle der BIM-Qualifizierung auf Kundenwunsch als eintägige Präsenzveranstaltung durchgeführt. In Zukunft soll aber über ein eigens erstelltes Blended-Learning-Konzept noch vielfältigeres und nachhaltigeres Lernen möglich sein.

Im Fokus stehen besonders Projektleiter, technische Qualitätsbeauftragte, Inbetriebnahmeverantwortliche und Arbeitsgebietsleiter der regionalen Baubereiche. Deren Arbeitsstandorte sind über ganz Deutschland verteilt – auch das spricht dafür, den Anteil an Präsenzveranstaltungen zurückzufahren und verstärkt auf selbst gesteuertes Lernen am Arbeitsplatz zu setzen.

Daraus besteht das Blended-Learning-Konzept
Der Lernprozess startet mit einem Kick-off-Webinar zur gemeinsamen Vorbereitung der zwei Selbstlernphasen, in denen die Teilnehmer selbst gesteuert ihr Wissen zum Thema BIM aufbauen. Durch Übungen, Transferaufgaben und einen intensiven Erfahrungsaustausch in einem handlungs- und praxisorientierten Workshop bauen die Teilnehmer die nötige Handlungssicherheit auf. Die Lernenden werden über den gesamten Lernprozess durch einen Lernbegleiter unterstützt.

Die Module im Einzelnen

  • Vorphase, Einladung und erste Fragen an die Lernenden mit Unterstützung durch den Lernbegleiter
  • Einführung / Kick-off-Webinar
  • Erste webbasierte Selbstlernphase
  • Webinar
  • Zweite webbasierte Selbstlernphase
  • Praxisworkshop und Abschluss
  • Über den gesamten Zeitraum stellen regelmäßige Lernerfolgskontrollen die Zielerreichung sicher

BIM-Methodik kennenlernen

Die Lernenden können sich während der gesamten Zeit der Bildungsmaßnahme über das Lernmanagementsystem austauschen, im Forum Themen diskutieren und den Lernbegleiter zur Unterstützung kontaktieren.

Das Ziel: Die Teilnehmer sollen die gesamte BIM-Methodik kennenlernen und in ihrer täglichen Arbeit handlungssicher nutzen können.
 

Building Information Modelling (BIM) heißt nicht nur anders bauen als bisher. Es heißt auch anders lernen als bisher. Wenden Sie sich daher an DB Training!

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